Leitsatz

Bildung und Gesundheit

Bildung und Gesundheit

Wir sind seit 2010 Schule im Landesprogramm Bildung und Gesundheit NRW und einzige Grundschule im Kreis Paderborn, die im Landesprogramm Bildung und Gesundheit NRW aktiv ist.  Wir setzen einen besonderen Schwerpunkt darauf, gute und gesunde Schule zu sein.

Wir möchten, dass sich alle an der GGS Thune wohl fühlen und zufrieden sind. Freude am Lernen und Lehren und das „Sich Angenommen Fühlen“ sind Grundvoraussetzungen für ein gutes Schulklima sowie die Gesundheit und das Wohlbefinden jedes einzelnen.

Das Gesundheits – und Sicherheitsbewusstsein, Gesundheitsförderung und Prävention haben für uns große Bedeutung.

Den Schülerinnen gesunde Ernährumng (auch durch das EU – Schulobstprogramm), Bewegung und Freude am gemeinschaftlichen Tun (Musikalische und Bewegte Grundschule) und die Verantwortung für das eigene Wohlbefinden nahezubringen, ist für uns selbstverständlich.  Die Zusammenarbeit mit Sportvereinen, Ernährungsberatern, Ergotherapeuten, Ärzten, dem Gesundheitsamt und weiteren Kooperationspartnern unterstützt uns darin, Kindern, Eltern und Lehrern zu verdeutlichen, dass Gesundheit und Zufriedenheit im Leben oberste Priorität haben.

In unserem Schulalltag und in unserer Schulentwicklung achten wir darauf, bei den „Schülerinnen und Schülern Kompetenzen und Haltungen zu fördern, die ihre Bereitschaft zum lebenslangen Lernen stärken und sie befähigen, in einer sich verändernden Gesellschaft ein erfolgreiches und vor allem gesundes Leben zu führen.“  (vgl. www.bug-nrw.de)

Aus unserem Schulprogramm:  BuG - Netzwerk Bildung und Gesundheit

Von der OPUS-Schule zur BuG-Schule (2009)

Der Ansatz der integrierten Gesundheits- und Qualitätsentwicklung mit dem Leitmotiv „Gute gesunde Schule“ bildet weiterhin die theoretische Grundlage des Landesprogramms BuG und beschreibt seine grundsätzliche Ausrichtung. Er beruht auf der Grundannahme, dass zwischen Gesundheitsförderung und Prävention auf der einen Seite und schulischer Qualitätsentwicklung auf der anderen Seite ein intensiver wechselseitiger Zusammenhang besteht. Prävention und Gesundheitsförderung tragen dazu bei, Sicherheit und Gesundheit in den Schulen zu fördern, zu sichern und wiederherzustellen. Sie erzeugen gleichermaßen positive Wirkungen auf die Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrags von Schulen.

Damit sind Prävention und Gesundheitsförderung keine zusätzlichen Aufgaben, sondern pädagogische Aufgaben der Schule und integrale Bestandteile von Schulentwicklung.

 

Erweiterte konzeptionelle Ausrichtung des Landesprogramms BuG (2013)

Zusätzlich zu den o.g. Leitgedanken einer guten und gesunden Schule wurde durch BuG ein neuer und erweiterter Gesundheits- und Qualitätsbegriffbegriff formuliert, der noch weitere schulische Dimensionen einbezieht. Eine gute gesunde Schule ist demzufolge eine Schule, die Unterricht und Erziehung, Lehren und Lernen, Führung und Management sowie Schulkultur und Schulklima durch geeignete Maßnahmen gesundheitsförderlich gestaltet und so die Bildungsqualität insgesamt verbessert. Gleichzeitig verwirklicht sie die spezifischen Gesundheitsbildungsziele, die zu ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag gehören. Darüber hinaus nutzt die Schule auch das präventive und gesundheitsförderliche Potential originär pädagogischer Maßnahmen (z. B. der individuellen Förderung und der Inklusion) für die Erhöhung der Gesundheitsqualität der schulischen Akteure und des Systems Schule als Ganzes.

Konzeptionelle Neuausrichtung, Prinzipien und Qulaitätsmerkmale des Landesprogramms BuG (2017)

Auszüge aus dem landesweiten BUG – Konzept

Eine integrierte Gesundheits- und Qualitätsentwicklung in Schulen wird nachhaltig implementiert, indem gesundheitsförderliche Prozesse unter Beachtung der folgenden Prinzipien dauerhaft strukturell verankert und evaluiert werden.

1. Mehrdimensionaler und subjektiver Gesundheitsbegriff

Gesundheit wird mehrdimensional als physisches, psychisches, soziales und ökologisches, sich wechselseitig beeinflussendes Wohlbefinden verstanden. Damit werden das subjektive Befinden sowie das gesundheitsbezogene Verantwortungsbewusstsein der Beteiligten ins Zentrum gestellt. Partizipative Strategien sind nachweislich am besten geeignet, eine integrierte Gesundheits- und Qualitätsentwicklung nachhaltig umzusetzen.

2. Gesundheit als aktive Auseinandersetzung mit inneren und äußeren Anforderungen

Gesundheit lässt sich nur in der Interaktion der beteiligten Personen mit ihren psychosozialen, soziokulturellen, gesellschaftlichen, ökonomischen, ökologischen und physisch-technischen Umwelten unter Beachtung verhaltens- wie verhältnisorientierter Grundsätze entwickeln. Die durchgängige Beachtung der gendergerechten Prinzipien in Bildungs- und Erziehungsprozessen ist selbstverständlich.

3. Kooperation

Eine integrierte Gesundheits- und Qualitätsentwicklung in Schulen setzt auf Kooperation aller am Schulleben Beteiligten und Vernetzung mit anderen Einrichtungen sowie mit weiteren Partnerinnen und Partnern. Das Zusammenwirken soll über das bisher Erreichte hinaus nachhaltige Synergieeffekte für die Umsetzung des Landesprogramms auf allen Ebenen schaffen.

4. Orientierung an den Dimensionen guter gesunder Bildungseinrichtungen

Eine systematische, integrierte Gesundheits- und Qualitätsentwicklung in Schulen des Landesprogramms bezieht sich auf eine oder mehrere der Qualitätsdimensionen einer guten gesunden Bildungseinrichtung. In diesem Rahmen entwickelte Maßnahmen der Gesundheitsförderung und gesundheitlichen Prävention basieren auf salutogenen und präventiven Ansätzen. Es geht um die Stärkung individueller Ressourcen der Kinder und Jugendlichen, der Lehrkräfte, des weiteren pädagogischen Personals, sonstiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Schulleitungen und der Eltern sowie um die Stärkung systemischer, protektiv wirkender Faktoren der Organisation und der Umwelt der Bildungseinrichtung. Zum anderen geht es um die Verhütung und Verringerung von Gefährdungen und Risiken sowie um die Vermeidung von Krankheiten und Unfällen.

5. Führungs- und Managementaufgabe

Eine integrierte Gesundheits- und Qualitätsentwicklung in Schulen ist eine zentrale Führungs- und Managementaufgabe und damit Aufgabe der Schulleitungen. Im Rahmen ihrer Gesamtverantwortung für eine Schule beeinflussen sie durch ihre Haltung und ihr Führungshandeln entscheidend deren Bildungs- und Gesundheitsqualität und damit auch die Gesundheit aller Beteiligten im jeweiligen Setting. Neben den Schulleitungen müssen alle Personen, die in einer Schule und für eine Schule Verantwortung tragen, gesundheitsförderlich und präventiv handeln. Gesundheitsförderung und gesundheitliche Prävention sind zudem im Rahmen des Schulentwicklungskonzepts integrativer Bestandteil aller schulinternen Curricula wie auch außerunterrichtlicher Aktivitäten.

6. Partizipation

Eine integrierte Gesundheits- und Qualitätsentwicklung in Schulen baut auf der aktiven Mitwirkung der Beteiligten auf, die dadurch den Prozess der Veränderung ihrer Bildungseinrichtung bewusst mitgestalten. Nur durch deren Aktivierung und die Mobilisierung eigener Kräfte (Empowerment) ist eine nachhaltige Veränderung zu erreichen.

7. Gestaltung von Vielfalt und Unterschiedlichkeit

Die integrierte Gesundheits- und Qualitätsentwicklung in Schulen berücksichtigt, dass auf allen Ebenen und in allen relevanten Bereichen der Gestaltung, Entscheidung und Umsetzung die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Menschen wertgeschätzt und geachtet werden. In Verfolgung des Potenzial- und Ressourcenansatzes sind die Ziele auf die Verminderung ungleicher Bildungschancen ausgerichtet. Besondere Berücksichtigung findet dabei die Inklusion. Unterschiedliche Entwicklungsvoraussetzungen und Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen, von Lehrkräften und weiterem Personal werden geachtet.

8. Salutogenese

Bei der Umsetzung des Landesprogramms werden auf allen Ebenen die salutogenen Prinzipien der Verstehbarkeit, der Sinnhaftigkeit und der Handhabbarkeit beachtet. Das bedeutet unter anderem, dass Transparenz, Motivation sowie ein schonender und effizienter Umgang mit Ressourcen handlungsleitend sind.

9. IQES – Qualitätstableau (Instrumente für Qualitätsentwicklung und Evaluation  an Schulen